Sieg hätte am Ende höher ausfallen müssen

Am 17. Spieltag der Landesliga Süd trafen die Zebras auf die Männer des SV Wahlstedt. Besonders motivieren musste Trainer Carmelo Hadeler seine Jungs nicht, denn das tat ein Gedanken an die Niederlage in der Hinrunde von ganz allein. Nach einem schwierigen Start kam die LSV besser in die Partie und fuhr am Ende einen ungefährdeten 27:19-Sieg ein. Mit Anpfiff der Partie staunten die Zuschauer beim Blick auf die Auswechselbänke nicht schlecht. Durch diverse Ausfälle in beiden Mannschaften blieb diese nahezu leer, doch sollte das dem Spiel keinen Abbruch tun. Nach kurzer Abtastphase legten beiden Mannschaften durch Tore aus dem Rückraum und vom Kreis los (2:2, 3. Minute). Gerade die Gastgeber aus Lauenburg kamen deutlich schwerer in die Partie und es fehlte in der Abwehr an Abstimmung. Vor allem Rückraumschütze Magnus Dressel aus Wahlstedt stellte die Abwehr vor Probleme und traf nach Belieben. Da auch vorne teils 100%ige Chance liegen gelassen wurden, rannte man bis zur 12. Minute einem Rückstand hinterher (5:6).

Eine Umstellung in der Abwehr brachte dann die Wende. Innerhalb kürzester Zeit gewannen die Gastgeber einige Bälle und der an diesem Tag gut aufgelegte Ole Horstmann brachte diese im Tor der Gäste unter. Bis zum 19. Minute warf man so einen Drei-Tore-Vorsprung heraus (11:8), welcher bis zum Halbzeitpfiff auf vier Tore ausgebaut wurde (16:12).

Die zweite Halbzeit begann nahezu perfekt für die LSV. In den ersten fünf Minuten ließ man keinen einzigen Gegentreffer zu und baute den Vorsprung durch schnelles Umschaltspiel auf 20:12 aus (36.). Gerade in dieser Phase des Spiels zeigte die LSV, welches Potenzial in ihr steckt. Beweglich und schnell auf den Beinen in der Abwehr, sorgte sie dafür, dass der gut aufgelegte Torhüter Pierré Glodek nahezu nichts zu tun hatte. Und kam dann doch mal ein Ball durch, war er eine sichere Beute.

Ab der 42. Minute hatten die Zebras endlich mal die Chance ein Spiel deutlich zu gestalten, doch versäumten sie es durch viele Nachlässigkeiten im Angriff den Vorsprung weiter auszubauen. „Wir haben in den letzten 15 Minuten das Spiel eher verwaltet, anstatt was für unser Torverhältnis zu tun. Das ist der einzige Wermutstropfen in diesem Spiel.“, so Daniel Schwarz nach der Partie. So plätscherte das Spiel in den letzten Minuten dahin, in dem beide Mannschaften nicht mehr taten als nötig.

Nach 60 Minuten stand ein 27:19 für die LSV auf der Anzeigetafel und die nächsten zwei Punkte auf der Habenseite der LSV. Durch die gleichzeitige Niederlage der TuS Lübeck 93 kletterte die LSV einen Rang nach oben und findet sich aktuell auf dem achten Tabellenplatz wieder.

Am kommenden Wochenende (Sontag, 09. Februar 2020 um 18:00 Uhr) kommt es in Kalkberg zum Aufsteigerduell gegen die HSG Kalkberg 06.