Niederlage gegen die HSG Kalkberg 06

Sonntag um 18 Uhr ist wahrlich nicht die angenehmste Zeit ein Handballspiel auszutragen, noch dazu auswärts bei der HSG Kalkberg 06. Doch die Männer von der LSV entschieden sich trotz Sturmtief „Sabine“ für die Auswärtsfahrt. Planmäßig sollte nicht nur draußen der Sturm toben, sondern auch bei den Zebras in der Halle. Dass am Ende nicht mehr als ein laues Lüftchen und eine verdiente 23:29-Niederlage herauskam, lag vor allem an der fehlenden mannschaftlichen Geschlossenheit auf dem Feld.

Die Partie begann wie nahezu jede der letzten Spiele der LSV. Man verschlief die ersten Minuten komplett und sah sich gleich einem Vier-Tore-Rückstand (2:6, 12. Minute) hinterherlaufen. Nur mit Mühe verhinderten die Zebras, dass sich die Kalkberger weiter absetzten, was vor allem am starken Torhüter Pierré Glodek lag, der einige, teils 100%ige, Chancen der Gastgeber vereitelte. Die Abwehr der LSV glich die gesamte Spielzeit einem löchrigen Schweizer Käse. Selbst eine Umstellung auf eine andere Abwehrformation brachte in dieser Phase nichts. Über die Stationen 3:7 (15.), 6:11 (21.) und 9:13 (30.) ging es in die Halbzeitpause. Coach Carmelo Hadeler versuchte seine Jungs noch einmal wachzurütteln, denn eine Vier-Tore-Rückstand bedeutet im Handball bekanntlich nichts.

Doch irgendwie sollte es an diesem Sonntag nicht sein. Auch die zweite Halbzeit konnte die LSV nicht so gestalten, wie man es sich gewünscht hätte. Einzig zwischen der 46. und 49. Minute keimte ein bisschen Hoffnung für die LSV auf. Zu diesem Zeitpunkt schafften sie es den Rückstand auf Zwei Tore zu minimieren und hatten mehrfach die Chance die Partie zu ihren Gunsten zu kippen. Doch individuelle Fehler und keine Geduld im Abschluss sorgten innerhalb kürzester Zeit dafür, dass die Gastgeber aus Kalkberg wieder mit sechs Toren in Front lagen (19:25, 52.). In den restlichen Minuten der Partie passierte nicht mehr viel. Kalkberg musste nicht mehr tun als nötig und die LSV tat sich weiterhin schwer im Angriff und der Abwehr. Somit ertönte beim Stand von 29:23 für die Gastgeber die Sirene und die LSV musste mit weiteren zwei Minuspunkten im Gepäck die Heimfahrt antreten.

Am kommenden Samstag, den 15. Februar 2020, haben die Zebras erneut die Chance auf etwas Zählbares. In heimischer Halle ist die Mannschaft des TuS Lübeck 93 zu Gast. Das Hinspiel brachte keinen Sieger hervor (24:24), sodass eine spannende Partie garantiert ist. Anpfiff ist um 19 Uhr in der Hasenberghalle.