Favorit WTV enttäuscht

Flatterhafte Wellingdorfer spielten nie im Stil einer möglichen Meister-Mannschaft, sondern blieben den Beweis ihrer Klasse schuldig. Lediglich Linksaußen Helge Bornhöft und Torjäger Tolga Takan genügten individuell höheren Ambitionen.

Alle anderen Jungs vom Kieler Ostufer stellten sich zur entscheidenden Phase kaum besonders clever an und konnten die 23:21-Führung nicht verteidigen. Neben Regisseur Tjark Elscher (52. Rote Karte, dritte Hinausstellung) erwies Sündenbock Tobias Glimm seinem Team gleich zweimal dank undisziplinierter Zeitstrafen einen Bärendienst. Max Wagenitz beziehungsweise Pascal Drewing egalisierten somit beim Herzschlag-Finale für Lauenburgs Elbdiven doch noch unverhofft. „Wir wissen selbst, warum es uns schon seit mehreren Jahren nicht gelingt, aufzusteigen“, übte WTV-trainer Henning Berger verbal berechtigte Kritik. „Außerdem verschleppte der Gegner das Tempo mit endlos langen Angriffen, ohne Sanktionen des Schiedsrichtergespanns.“

Quelle Bericht: Kieler Nachrichten – Roger Kerber