10 Minuten verhindern Erfolg.

Für viele Mannschaften ist das letzte Spiel der Saison ein entspannter Ausklang, da es nicht mehr um viel geht und sich auch meist an der Endplatzierung nichts ändert. Da auch die HSG Kalkberg 06 als Meister der Regionsliga feststand und die Lauenburger SV nicht mehr vom zweiten Tabellenplatz zu verdrängen war, sollte man meinen, dass auch die Partie der beiden Mannschaften eher in einem Freundschaftsspiel endet als in einem heißen Fight. Doch viele Zuschauer rieben sich verwundert die Augen, denn es wurde um jeden Ball gekämpft und sich weder im Angriff noch in der Abwehr etwas geschenkt. Beide Mannschaften hätten den Sieg verdient, doch am Ende stellte sich die HSG Kalkberg 06 etwas schlauer an und ging als Sieger vom Platz.

Die Partie begann für beide Mannschaften mit Verspätung, da sowohl die HSG Kalkberg 06 als Meister und die Lauenburger SV als Vizemeister geehrt. An dieser Stelle noch einmal Glückwunsch an den Meister aus Kalkberg.

Nachdem alles Organisatorische erledigt war, begannen beide Mannschaften die Partie ohne großes Abtasten. Die Gäste aus Lauenburg verzeichneten den besseren Start für sich. Durch Tore von Daniel Schwarz und Pascal Drewing führte man nach sieben Minuten mit 4:1 und blieb auch in der Folge weiter in Front (6:4, 13.; 10:7, 21.). Vor allem der Mittelblock mit Pascal Drewing und Carsten Schulz brachte den Rückraum der Kalkberger schier zur Verzweiflung. Diverse Würfe landeten im Block der beiden Rückraum-Shooter und kam dann doch mal ein Ball durch, entschärfte ein glänzend aufgelegter Pierré Glodek die Würfe.

Leider versäumte es die LSV weiter Kapital aus der starken Abwehr zu schlagen, denn im Angriff ließen sie viel zu viele Großchancen liegen. So blieb es bis zur Halbzeit bei einer knappen Drei-Tore-Führung (15:12) für die Gäste.

In der zweiten Halbzeit legte die LSV los wie die Feuerwehr und eroberte viele Bälle in der Abwehr, die über schnelles Umschaltspiel in einfache Tore umgemünzt wurden. Innerhalb von sieben Minuten schraubten sie den Vorsprung auf sechs Tore (21:15; 37.) hoch und hielten den Abstand auch in den Folgeminuten. Man merkte den Gästen förmlich an, dass sie in dieser Saison nicht zweimal gegen den Meister verlieren wollten. Allerdings stockte ab der 43. Spielminute der Motor der Lauenburger. Viel zu hastig und unüberlegt schlossen sie die Angriffe ab, die dann eine sichere Beute des bis dato glücklosen Kalkberger Torhüters waren. Angeführt vom immer stärker werdenden ehemaligen Zweitliga-Spieler Patrick Starke holten die Kalkberger Tor um Tor auf. Mit einem 7:0-Lauf zum 23:23 (47.) egalisierten die Gastgeber die Partie und übernahmen in der Folge sogar die Führung (24:23, 48; 27:25, 55.).

Die Lauenburger versuchten bis zum Ende des Spiels noch einmal alles, doch schaffte man es nicht mehr das Spiel für sich zu entscheiden, sodass man am Ende mit einer 29:31-Niederlage die Heimreise und auch die Saison abschließen musste.