Nahezu perfekter Abend für die Zebras

Ein wahres Feuerwerk sollte gegen die Gäste vom TuS Lübeck abgefackelt werden, denn eine Zitterpartie wie im Hinspiel (24:24) wollten man unbedingt vermeiden. Dass es dann am Ende so deutlich werden würden (34:22), hatte vor dem Anpfiff jedoch keiner für möglich gehalten.

Bereits vor Anpfiff der Partie in heimischer Halle war einiges anders. Durch das kurzfristig abgesagte Spiel der Elbdiven (1. Damen), welches im Normalfall vor den Zebras stattfindet, war es bedächtig ruhig in der Halle. „Es ist so ungewohnt ruhig vor unserem Heimspiel. Das kenne ich nicht und gefällt mir auch überhaupt nicht“, gestand Neuzugang Philip Grothkopf vor dem Spiel. Doch es sollte kein schlechtes Omen sein, denn mit Anpfiff der Partie war sofort ordentlich Feuer drin bei der LSV.

Die Gäste aus Lübeck eröffneten mit ihrem ersten Tor in der ersten Minute die Partie, doch übernahmen die Gastgeber fortan die Partie und führten nach zehn Minuten mit 5:3. Vor allem die linke Angriffsseite mit Rückraumschütze Philip Grothkopf und Außenspieler Fabian Rüger war selten in den Griff zu bekommen. Trotzdem blieb es bis zur 20. Minute (8:8) spannend, was auch ein großer Verdienst der beiden Torhüter war.

In den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit kam dann der LSV-Zug so richtig ins Rollen. Mit einem 3:0-Lauf führten sie innerhalb weniger Minuten mit 11:8 und ließen bis zur Halbzeit nur noch ein Tor der Gäste zu. „Die starke Deckungsarbeit auf allen Positionen war der ausschlaggebende Punkt“, so Coach Hadeler. Mit einer 7-Tore-Führung (16:9) ging es anschließend in die Kabine.

Die zweite Hälfte begann für die Lauenburger so, wie man es erwartet hat. Die Gäste aus Lübeck stellten auf eine mannbezogene 4:2-Deckung um und nahmen Fabian Rüger und Philip Grothkopf komplett aus dem Spiel. Doch anders als im Hinspiel wusste man die sich bietende Breite des Feldes zu nutzen. Vor allem Marcel Busch konnte die durch seine Mitspieler gerissenen Lücken im Abwehrverband nutzen und avancierte mit insgesamt acht Treffern zum Toptorschützen in dieser Partie.

Von Minute zu Minute vergrößerten die Gastgeber den Vorsprung und führten nach 41 Minuten bereits mit 12 Toren Unterschied (22:10). In der Folge ließ man es dann leider etwas ruhiger angehen, sodass TuS Lübeck den Rückstand auf sieben Tore verkürzte (26:13, 45.). Erinnert an das Hinspiel, machten die Zebras in den letzten Minuten wieder deutlich mehr Druck auf die gegnerische Abwehr und bauten den Vorsprung ihrerseits erneut auf zwölf Tore aus, sodass sie am Ende beim Stand von 34:22 als verdienter Sieger vom Platz gingen.

Am kommenden Wochenende setzt die Landesliga Süd ihren Spielbetrieb aus, sodass die Zebras erst wieder am 29. Februar 2020 auswärts antreten müssen. Gegner ist die wiedererstarkte Turnerschaft aus Lübeck.

Quelle Foto: Facebook TuS Lübeck 1893 1. Herren (https://www.facebook.com/TusLuebeck1893)