Der Plan war da, doch am Ende kam alles anders

Am letzten Wochenende wäre es so weit gewesen. Der letzte Spieltag der Saison 2019/2020 in der Landesliga Süd hätte am 02. Mai 2020 stattfinden sollen, doch die Corona-Pandemie sorgte dafür, dass die Saison bereits am 19. April ein unrühmliches Ende fand. Wir wollen uns trotzdem noch einmal der Saison widmen und einen kurz zurückblicken, bevor wir uns, hoffentlich schon ab Juni, neuen Herausforderungen stellen.

Die Euphorie war groß zum Anfang der Saison. Wollte man als sofortiger Wiederaufsteiger aus der Süd/Ostsee-Liga doch schnell beweisen, dass man zurecht in die Landesliga gehört? Nach holpriger Vorbereitung, in der bei weitem nicht alles so lief, wie viele es sich gewünscht hätten, setzte es auch gleich am ersten Spieltag eine heftige 21:33 Niederlage gegen den MTV Lübeck. Auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, versuchten die Zebras in den folgenden Wochen an den richtigen Stellschrauben zu drehen. Die Neuzugänge Philip Grothkopf und Tyler Schröder fügten sich immer besser in die Mannschaft ein und auch die Herbstrückkehrer Ole Horstmann und Marcel Busch sorgten für einen weiteren Leistungsschub im Team. So wurden gegen Mannschaften aus Kalkberg, Lübeck wichtige Punkte geholt und auch Mannschaften, wie den TSV Altenholz II bot man lange die Stirn, auch wenn am Ende keine Punkte geholt wurde.

Ein erstes Ausrufezeichen folgte durch den Auswärtssieg gegen den TSV Plön – eine Mannschaft, gegen die man in den vergangenen Jahren noch nie gewinnen konnte. Weitere Punkte folgten gegen den Kieler MTV, THW Kiel III und der zweiten Vertretung aus Mönkeberg. Dem gegenüber stehen Niederlagen gegen den Preetzer TSV, den Lübecker TS und der SG Wift Neumünster II.

Am Ende der Hinrunde fanden sich die Zebras aus Lauenburg auf einem gesicherten Mittelfeldplatz wieder, hatten Anschluss an die Plätze fünf und sechs und einen zu dem Zeitpunkt guten Vorsprung auf die Abstiegsplätze. Doch jedem war bewusst, dass die Rückrunde nicht einfacher werden wird und alle Kräfte zu mobilisieren sind, um den Platz im Mittelfeld zu verteidigen.

Die Rückrunde begann mit einer erneuten Niederlage gegen den MTV Lübeck, doch Siege gegen Suchsdorf, Wahlstedt und die TuS Lübeck brachten wieder etwas Ruhe in die Mannschaft. Vor allem der Angriff der Zebras stockte selten in den Spielen und somit konnte man die in dieser Saison anfällige Abwehr einigermaßen kompensieren. Zu oft machten es die Spieler der LSV dem gegnerischen Team zu einfach, um zum Torerfolg zu kommen. Dies wurde vor allem in den Spielen auswärts gegen Kalkberg (23:29) und der Lübecker TS (28:37) deutlich. Am 07. März trafen die Zebras erneut auf den TSV Plön und auch das zweite Spiel gegen die Mannschaft entschieden sie mit einer überzeugenden Leistung für sich (31:24).

Und dann kam Corona …

Der Verband stoppte die Saison vorläufig bis zum 19. April 2020, in der Hoffnung, diese danach fortsetzen zu können. Doch es kam alles anders und der HSVH entschied sich die Saison komplett abzubrechen. Über die Quotientenregelung stellte der Verband die Abschlussplatzierungen fest.

Meister der Landesliga ist die SG Wift Neumünster II. Sie und auch der zweitplatzierte MTV Lübeck steigen in die Schleswig-Holstein Liga auf – natürlich auch von uns Glückwunsch an beide Mannschaften.

Für die LSV bedeutet das Platz acht in der Tabelle und ein weiteres Jahr in der Landesliga Süd. Mit 578 selbst geworfenen Toren (27,5 Tore / Spiel) stellen sie den viertbesten Angriff dar, was für eine Aufsteiger ein sehr überzeugender Wert ist. 599 Gegentreffer (28,5 Gegentore / Spiel) bedeuten allerdings auch den vorletzten Platz in der Abwehrstatistik. Vor allem daran ist in der neuen Saison zu arbeiten.

Mit 99 Toren ist Linksaußen Fabian Rüger der Führende in der internen Torschützenliste, gefolgt von Rückraumschütze Philip Grothkopf (94 Tore) und Daniel Schwarz (84). Alle drei Spieler werfen im Schnitt vier bis fünf Tore pro Spiel. Dass auch Jonathan Fengler und Carsten Schulz bis zum Abbruch der Saison auf 70 bzw. 58 Tore kommen, zeigt die Ausgeglichenheit innerhalb der Mannschaft.

Auch bei den Dauerbrennern sind Philip und Daniel vorne dabei. Beide fanden sich in allen 21 Spielen auf dem Spielfeld wieder, dicht gefolgt von Fabian, Jonathan und Lukas Höltig mit je 20 Spielen.

Doch auch in dieser Saison bleiben die Zebras nicht von Abgängen verschont. In dieser Saison werden wir drei davon verkraften müssen. In einem weiteren Beitrag, der morgen erscheint, werden wir uns den Abgängen widmen.