Kein Training, nichts los? Von wegen!

Kein Training, nichts los? Von wegen! Headhunter stellen mir nach und wie nah steht sich das Team wirklich?

Liebe Fans der Landesliga Süd, Liebe Lemmi,

„Trainingsfrei“, so lautete die Ansage vom Trainerteam Mahnecke/Krause, nachdem der Verband den ersten Grobplan zum Wiedereinstieg in die neue Saison nach der Corona-Zwangspause auf September gelegt hatte. Zu groß scheint die Angst, die Jungs könnten die körperliche Verfassung nicht über so einen langen Zeitraum aufrechterhalten (laut Duden tatsächlich in einem Wort).

Nach einer so intensiven Trainingsphase in der Vorbereitung sprechen wir von getunten Hochleistungsmaschinen, italienische Rennboliden im Astralkörper eines großgewachsenen Mitteleuropäers (wenn wir mal bei den Feldspielern ohne die Außen bleiben). Solche Maschinen reagieren Störungen im Trainingsablauf gegenüber hochgradig sensibel. Die über Jahrzehnte hochgezüchteten Muskelmänner der Kreisklasse rund um die „Steel Buddies“ Neckel, Grosser, Powerball Kröppelin oder Hadeler können da ein Lied von singen. Immer wieder zerreißen schwere Muskelverletzungen die Träume auf eine letzte Meisterschaft.

Völlig verständlich daher die Entscheidung der Kessler-Zwillinge, die Trainingsintensität bei verschobenem Saisonstart zu drosseln.

Ich habe die freie Zeit genutzt, um mir auf den sozialen Medien einmal anzusehen, wie eng sich unser Team eigentlich wirklich steht. Da tauchen Bilder auf, die ich nach einer dringend notwendigen Zensur gerne mal allen Fans zur Verfügung stellen möchte. Es ist viel Liebe im Spiel, da wächst was ganz Großes zusammen.

Apropos Liebe… Ich möchte euch kurz jemanden vorstellen: Kamyar ist einer meiner ältesten Freunde, er lebt in der Nähe von Frankfurt, hat vier Kinder, eine Frau und ist ein sehr erfolgreicher Anwalt. In dieser Branche ist es üblich, dass sogenannte Headhunter die besten Köpfe regelmäßig im Auftrag anderer Großkanzleien kontaktieren, um die Möglichkeiten eines Kanzleiwechsels auszuloten, bevor die konkurrierende Kanzlei offiziell ein Angebot abgibt. Mir ist nun ganz Ähnliches passiert. Lemmi, ihres Zeichens eine der Anführerinnen unserer Elbdiven und eine Legende im Frauenhandball in der Elbestadt, außerdem Partnerin „unseres“ Teammanagers, hat mich im letzten „Divenblick“ angeworben. Dort heißt es: „Vielleicht lässt er sich ja doch noch das ein oder andere Mal zu einem Abend mit den Elbdiven hinreißen, denn dann könntet ihr (also die Leser und Fans der Elbdiven) hier genauso Grandioses lesen.“ WAHNSINN!!! Sie laden mich zu einem magischen Abend ein, auf dem mir die Elbdiven (natürlich nur die, die bereits volljährig sind, Mama!)- genau wie die Helden der Landesliga Süd- ihre Geheimnisse verraten. Ich bin jetzt schon aufgeregt und sage zu. Termin? Ist mir egal, ich bin dabei und werde dann genauso offen und geheimniskrämerisch berichten wir ihr das gewohnt seid. WAHNSINN!!! Ich bin hauptberuflich Pädagoge und muss viel lesen. Derzeit habe ich aber Sommerferien, daher habe ich alles, was Lemmi nach dieser EINLADUNG geschrieben hat, nur überflogen. Aber ich habe dort Sachen gelesen wie „Maren schwimmt nur mit Rettungsweste bekleidet als Beiboot neben dem Kanu“, „zerstörte Frisuren nach einem Besuch im Gebüsch bei Lena und Lemmi“, „Svea und Stine entblößten ihre Körper am Barumer See“, „MacGyver-Muschi mit Haken“… Wie gesagt, es sind nur Auszüge, völlig aus dem Zusammenhang gerissen, aber für mich als Pressewart klingt das nach dem Stoff, aus dem Träume geboren werden. Das wird eine fantastische Story, wenn ihr diese Einladung wirklich wahr macht. Ich habe auch ein wenig Angst, vor allem aber verspüre ich eine große Vorfreude! Liebe geht raus an unsere weiblichen Aushängeschilder! Schreibt mal alle eine 1 in den Chat…

Zurück zu meinen neuen Arbeitgebern, den Männern. Die waren letzte Woche dann nach der Pause im Trainingslager in Dänemark. Die Bilder und Geschichten, die mich von dort erreichten, haben mit den lieblichen Geschichten der Elbdiven wenig gemein. Da sehe ich Körper, die in Zeitlupe vom 3m-Turm springen, ich sehe Bilder von den Örtlichkeiten (WC-Selfies, wie ich sie liebevoll nenne), ich sehe schwitzende Männerkörper, sehe Pierre schlafend auf dem Parkett, Männer, die beim Gruppenfoto mogeln und sich größer machen als sie sind (wer mir alle drei Namen zukommen lässt, bekommt das erste Pils der Saison von mir ausgegeben), aber seht selbst. Von mir installierte Whistleblower haben für euch zumindest ein Mannschaftsfoto weitergeleitet (glaubt mir, die anderen Beweisstücke wollt ihr gar nicht sehen).

Kurz vor Redaktionsschluss hat mich dann noch Folgendes erreicht. Ein Stück Papier, das sporthistorisch ähnlich bedeutend ist, wie der Spickzettel von Jens Lehmann bei der WM 2006, auf dem er die Lieblingsecken der Gegner aus Argentinien beim Elfmeterschießen notiert hatte. Ähnlich bedeutend wir das zerknüllte Stück Zellulose, das das Aus meines HSV im Europacup-Halbfinale gegen Bremen bedeutete. Es handelt sich hierbei um Oles Rechnung aus dem Gna Steiner’s in der Nacht, in der ich meine Jobgarantie bei der Ersten als Pressewart gab. Einen ausführlichen Bericht dazu findet ihr auf der Homepage der 3. Herren.

Ich begebe mich nun in den Urlaub. Wir hören uns Mitte August wieder, dort warten bereits neue Abenteuer. Nach dem Twitch-Sensationshit „Das Angelcamp mit Sido und Knossi“ folgt vom 14. bis 16.08. „Das Bowle-Camp am Ostseestrand mit den Helden der Kreisklasse“. Da das Trainerteam eurer Ersten Herren anwesend sein wird, werde ich hier berichten!

Es grüßt, der Markus